Der deutsche Ferienhausmarkt ist größer als je zuvor. Über 555.000 Unterkünfte werden deutschlandweit zur Miete angeboten, mit mehr als 2,6 Millionen Betten – mit fast fünfeinhalb Mal so vielen Übernachtungen, wie das Statistische Bundesamt bisher erfasste. [Quelle: Deutscher Ferienhausverband, Marktstudie 2024] Allein auf Rügen listet eine einzige Buchungsplattform über 44.000 Ferienunterkünfte. Das ist viel Konkurrenz.
Wer in diesem Markt nicht nur mitläuft, sondern wirklich gut bucht, macht ein paar Dinge anders. Keine Geheimnisse, keine teuren Tools. Meistens sind es Grundsätze, die sich mit etwas Aufmerksamkeit umsetzen lassen – auch ohne Agentur und ohne Vollzeitjob als Vermieter.
1. Der erste Eindruck beginnt vor der Ankunft
Die meisten Vermieter denken beim „ersten Eindruck" ans Betreten der Wohnung. Aber für Gäste beginnt der erste Eindruck viel früher – nämlich bei der Buchungsbestätigung.
Eine freundliche, persönliche Bestätigungs-Mail macht einen Unterschied. Kein automatisch generierter Textblock, sondern zwei, drei Sätze, die zeigen: Hier erwartet jemand diesen konkreten Gast. Ein Satz zum Wetter dieser Woche. Ein Hinweis auf das Volksfest im Ort. Das kostet fünf Minuten – und bleibt im Gedächtnis.
2. Informationen dort, wo Gäste sie wirklich suchen
Gäste fragen nach dem WLAN-Passwort. Nach dem nächsten Supermarkt. Nach dem besten Strand für Kinder. Immer wieder. Nicht weil sie unvorbereitet sind, sondern weil die Antworten nicht griffbereit waren.
Professionelle Gastgeber lösen das strukturell: mit einer Gästemappe, die alle relevanten Informationen übersichtlich zusammenfasst. Die besten von ihnen gehen noch einen Schritt weiter – sie antizipieren, was Gäste fragen könnten, und beantworten die Fragen, bevor sie entstehen.
Eine digitale Gästemappe, die per QR-Code zugänglich ist, hat den Vorteil, dass Gäste sie auch vom Strand aus abrufen können – selbst ohne Empfang, wenn die Inhalte offline verfügbar sind.
3. Bewertungen aktiv managen – ohne zu betteln
Bewertungen sind die Währung der Ferienvermietung. Allein über die vier großen Online-Plattformen wurden 2024 bundesweit 60,4 Millionen Übernachtungen in Ferienwohnungen gebucht – 22,6 % mehr als im Vorjahr. [Quelle: Destatis, Mai 2025] Bei diesem Volumen entscheiden oft Zehntelpunkte im Bewertungsschnitt darüber, welche Unterkunft gebucht wird – und welche nicht.
Gute Gastgeber bitten um Bewertungen, aber auf die richtige Art. Nicht mit einem Zettel, der nach der Wohnung riecht, sondern persönlich und zum richtigen Zeitpunkt. Eine kurze WhatsApp am Abreisetag reicht: „Hat alles gepasst? Wir würden uns über eine kurze Bewertung freuen – das hilft uns sehr." Direkt, nicht aufdringlich.
4. Flexibel sein, wo es nichts kostet
Flexibilität ist ein Luxusgut im Ferienvermietungsmarkt. Wer früheren Check-in auf Anfrage anbietet, wer bei kurzfristigen Buchungen kulant ist, wer bei einer kaputten Kaffeemaschine sofort reagiert statt drei Tage zu warten – der bekommt das in Bewertungen gespiegelt.
Das bedeutet nicht, sich alles gefallen zu lassen. Aber es bedeutet, bei Dingen, die keine echten Kosten verursachen, großzügig zu sein. Gäste merken das. Und sie schreiben es auf.
5. Die Unterkunft sich selbst erklären lassen
Profis richten ihre Wohnung so ein, dass Gäste sich von Anfang an zurechtfinden – ohne Rückruf und ohne Suchen. Das fängt bei klarer Beschriftung an (welcher Lichtschalter ist für was?) und hört bei der Gästemappe auf.
Eine gut aufgebaute Gästemappe ist keine nette Zugabe – sie ist ein Servicetool. Gäste, die sich selbst helfen können, rufen weniger an. Und wenn sie doch anrufen, dann nicht um zu fragen, wo der Mülleimer steht.
Strandmappe – speziell für Ferienwohnungen in MV gebaut – ist per QR-Code zugänglich, funktioniert offline und ist in etwa zehn Minuten eingerichtet. Der Einstieg ist kostenlos, keine App-Installation für Gäste nötig, DSGVO-konform, Server in Deutschland.
Der Unterschied zwischen einer durchschnittlichen und einer sehr guten Ferienwohnung liegt selten am Grundriss oder der Lage. Er liegt an der Erfahrung, die Gäste machen. Und die lässt sich gestalten – mit vergleichsweise wenig Aufwand, wenn man an den richtigen Stellen ansetzt.